Mit dieser Serie an Blogbeiträgen möchte ich euch zeigen, welche kleinen Dinge und Micro Habits sich positiv auch auf euer Budget auswirken können. Alle Beiträge zu diesem Thema findet ihr unter dem Tag 7 Dinge.
- Vor einigen Monaten haben wir unseren Internetvertrag gekündigt. Bis die Kündigungsfrist abgelaufen ist, dauerte es eine Zeit lang. Mit Ablauf der Kündigungsfrist, dachte ich: OK, das war’s. Groß war also die Überraschung, als wir einige Wochen später ein Schreiben unseres ehemaligen Internetanbieters (Magenta, früher UPC, früher Chello) bekommen haben, der uns auf diesem Weg mitteilte, dass die Abrechnung ein Guthaben (!) von über 60 Euro (!) ergab. Der Betrag wurde im Oktober 2025 tatsächlich unserem Haushaltskonto gutgeschrieben. Cool! Solche Überraschungen mag ich :-). Danach kam eine meiner Geldregeln ins Spiel: Die 60 Euro wurden, wie auch jeder andere unerwartete Betrag, nicht ausgegeben, sondern „auf die Seite gelegt“.
- Ich habe meiner Mama zwei Karten für einen Damen-Brunch geschenkt. Da sie kurzfristig doch nicht hingehen und ich – trotz Unterstützung bei der Suche – keinen Ersatz finden konnte, hat mich meine (jüngere) Nachbarin überredet, dass wir gemeinsam hingehen. Warum ist es wichtig zu erwähnen, dass meine Nachbarin jünger ist als ich? Der Brunch war für Damen 50+, wir waren trotzdem willkommen, hatten super nette Zeit und bekamen echt gutes Essen.
- Use It Up! Als ich in den 80er Jahren in Warschau aufwuchs, war das Angebot an allen Gütern äußerst knapp und beschränkt. Die Geschäfte waren wortwörtlich (!) leer. Wahrscheinlich stammt aus dieser Zeit sowie aufgrund meiner Erziehung der Wunsch, schöne Sachen „für später“ aufzuheben, denn es sei „zu schade“, sie zu verwenden. Immer wieder denke ich daran, so wie im Oktober 2025, als ich beschloss, die Reserven an einer bestimmten „schönen Sache“ zu reduzieren: Den „besonderen“ Stückseifen, die ich geschenkt bekommen und/oder von Reisen als Mitbringsel heimgebracht habe. Es werden keine neuen Stückseifen gekauft, bis höchstens ein Stück Reserve vorhanden ist.
- Selbstverständlich wird auch bei diesen „besonderen“ Stückseifen der kleine Rest des einen Seifenstücks auf das nächste drauf gepresst. Denn, um erneut The Non-Consumer Advocate zu zitieren, bin auch ich kein Rockefeller ;-).
- Ich bezahle meine Wiener Linien Jahreskarte jährlich – aktuell kostet sie (noch) 365 Euro pro Jahr (also einen Euro pro Tag). Im Vergleich zur monatlichen Zahlung bedeutet dies, einen Monat lang gratis U-Bahn und Co. zu fahren. Den Jahresbetrag spare ich monatlich an (eine weitere meiner Geldregeln), auch wenn ich die 365 Euro einfach so von meinem Gehalt bezahlen könnte. Denn ich kann die Jahreskarte immer noch zur Fälligkeit auf diese Weise bezahlen, während das Angesparte am Sparkonto bleibt (oder investiert wird) und so weiteren Ertrag generiert.
- Zu den Spieleabenden bei Bekannten von uns bringt jeder etwas zu Essen mit. Der von ihnen gekaufte aufgespritzte Sirup schmeckt niemanden außer uns. Es wird uns angeboten, ihn nach dem Spieleabend nach Hause mitzunehmen, was wir auch gerne machen.
- Wir haben keine Süßigkeiten für Halloween gekauft, denn in manchen Jahren läuten keine Kinder an unsere Tür, in manchen Jahren ein paar und manchmal ganz viele. In der Vergangenheit blieben uns oft Süßigkeiten über, die wir dann verschenken mussten. Heuer haben in Summe sieben Mädchen bei uns angeläutet – sie bekamen die Süßigkeiten, die wir gerade zu Hause hatten und sowieso als Geschenke gedacht waren ;-).

Außerdem:
- Wir haben weder den Grippeimfstoff noch die Impfgebühr bei unserem Hausarzt bezahlen müssen. Die Impfung war (und ist immer noch, wenn der Impfstoff lieferbar ist) komplett kostenlos.
- Es ist nicht mehr heiß, wir kaufen wieder verbilligte Lebensmittel mit kurzem Mindesthaltbarkeitsdatum. Das Risiko, dass sie innerhalb von wenigen Stunden doch noch kaputt werden, ist nicht mehr gegeben.

