Die Zeit vergeht immer schneller, bald ist der Sommer vorbei, und die 365-in-365-Challenge nähert sich langsam ihrem Ende. Wenn es soweit ist, glaube ich, dass ich nochmals versuchen werde, 365 Gegenstände in 365 Tagen aus unserer Wohnung zu verbannen. Die Sachen nur zu zählen erscheint mir inzwischen aber „zu einfach“. Der Zweck dieser Challenges wird immer klarer: Mehr Richtung (unseres eigenen, persönlichen) Minimalismus zu gehen. Weniger zu kaufen, mehr zu genießen und gleichzeitig noch mehr zu sparen. Aber zuerst die aktuelle Challenge beenden.
Im neunten Monat (16.07.2025-15.08.2025) haben wir weitere 71 Sachen aussortiert:
- 11 Stück Modeschmuck
- 15 Zeitschriften
- 1 Nudelbrett
- 2 Handys (entsorgt)
- 1 Damenrock
- 7 Notizhefte
- 2 ausländische Münzen
- 7 Geschenke (eins davon verwende ich nun selbst)
- 5 wiederverwendbare Einkaufssackerl
- 4 Kosmetika
- 5 Bücher
- 1 Spaghetti-Portionierer
- 4 magnetische Lesezeichen
- 1 Kalender
- 2 Boxen
- 1 Rätselheft
- 2 Paar Damen Winterschuhe
Ich habe mich in den ersten acht Monaten gegen den Verkauf der Gegenstände auf www.willhaben.at – rein aus Zeitgründen – entschieden. Im neunten Monat habe ich dann beschlossen, ein paar Sachen doch online zu stellen und zu schauen, was passieren wird. Bis dato nicht viel: Ich habe eine Kette (Modeschmuck) um 30 Euro verkauft. Immerhin. Die auf www.willhaben.at angebotenen Sachen nehmen zuhause nicht viel Platz ein. Sollte ich sie jedoch bis Weihnachten 2025 nicht verkaufen können, werden auch sie verschenkt oder gespendet (und dann hier in der Liste aufscheinen).

Man sieht es fast jeden Monat: Die Zeitschriften (die meisten sind von mir) stellen (neben Socken ;-)) einen großen Brocken dar. Ich borge zwar viele bei den Büchereien der Stadt Wien aus, ich kaufe aber auch einige (bzw. bekomme sie gratis, z.B. geschenkt). Weniger kaufen und weniger annehmen, das bietet Potenzial für die kommende Netto-Challenge. (Ich zähle hier „nur“ die Zeitschriften auf, die nicht zeitnah zum Kauf gelesen und entsorgt oder weitergegeben wurden.)
Wir gehen in Büchern unter. Ich überlege, wie ich meinen Tsundoku noch besser in Griff halten kann. Langsam kommt der Gedanke, dass ich mir diese Schwäche vielleicht erlauben soll. Dann komme ich vielleicht einfacher auf neue Lösungen?
Drei der Notizhefte habe ich für ein Projekt gekauft, das ich dann doch nicht umgesetzt habe. Jetzt erfreuen sie die Töchter meiner Arbeitskolleginnen.
Das Geschenk, das ich nun doch selbst verwende, ist eine Tubenpresse. Ich hatte zwar schon eine in Verwendung, regelmäßig habe ich aber eine zweite gebraucht, die ich parallel verwenden könnte. Da ich die Tubenpresse eh schon gekauft habe, habe ich kein Geld dafür ausgegeben und keine Ressourcen verschwendet (in dem eine neue Tubenpresse für mich hätte hergestellt werden müssen).
Wir essen Nudeln zwar sehr gerne, jedoch keine Spaghetti. Wozu brauchen wir also einen Spaghetti-Portionierer? Und weg ist er.
Von einer Reise nach Großbritannien, die schon einige Jahre zurückliegt, sind mir noch Münzen übrig geblieben. Da unsere Nichte im Herbst nach London fährt, habe ich sie (zusammen mit ein paar Pfundbanknoten) ihr geschenkt. Die Alternative wäre eine Spendendose, wie sie z.B. in den Bankfilialen zu finden sind.
Mit diesen 71 Gegenständen ist unsere aktuelle 365-in-365-Challenge zu 265% (969 Sachen in Summe) erfüllt. Eintausend scheinen in Reichweite zu sein. Bitte Daumen halten!