Mit dieser Serie an Blogbeiträgen möchte ich euch schöne Orte und Ausflugsziele vorstellen. Alle Beiträge zu diesem Thema findet ihr unter dem Tag Unterwegs. Am Ende jedes Blogbeitrags findet ihr ein paar „praktische Informationen“.
Wir (mein Mann und ich) folgen einer lieben Einladung und fahren um den Feiertag am 15. August 2025 (in der gefühlt größten Hitze des Sommers) nach Katowice (deutsch: Kattowitz), in eine Stadt im Süden von Polen, in Oberschlesien, circa eine Stunde mit dem Zug von Krakau entfernt. (Anmerkung: Katowice auf Polnisch ist Mehrzahl, daher bitte nicht wundern, wenn ich unten bei der Beschreibung der Stadt 3. Person Plural nutze ;-).)
Ich bin in meiner Jugend unzählige Male durch Katowice mit dem Zug – Richtung Warschau (Anmerkung: meine Geburtsstadt) – durchgefahren. Aber was weiß ich über diese Stadt? Spontan fallen mir nur „Bergwerke“, „Industrie“ und „Untertasse“ ein. Hmm, ein bisschen wenig für einen Städtetrip.
Zur Hilfe eilt die Tageszeitung Gazeta Wyborcza, die zufälligerweise schon Anfang Juli 2025 einen Artikel über einige nicht offensichtliche Sehenswürdigkeiten in Katowice veröffentlicht.
Ich frage ChatGPT – und er stellt fest: „Katowice ist vielleicht nicht die erste Stadt, die einem bei Polenreisen einfällt“. Er ergänzt: „aber sie hat sich in den letzten Jahren zu einem spannenden Kultur- und Kreativzentrum entwickelt.“ und liefert im Anschluss ein paar gute Tipps.
Ich recherchiere weiter im Internet.
Beim Besuch in „meiner“ Bücherei im Bildungszentrum Simmering entdecke ich einen ganz aktuellen (Ausgabe 2025) Reiseführer „Polen. Der Süden“, wo Katowice ganze 9,5 Seiten einnehmen (von über 400) ;-).
Ja, es gibt andere offensichtlichere Reisedestinationen in Polen als Katowice. Umso mehr freue ich mich schon auf die Reise und bin auf alles neugierig, was wir dort entdecken werden. Und wir werden ja nicht alleine dort sein – unsere Freundin und ihre Familie sind Vorort und haben sich nicht nur Zeit für uns genommen, sondern auch schon überlegt, was sie uns in „ihrer“ Stadt zeigen wollen. Somit: „Katowice, wir kommen!“
Katowice: Ein paar Eckdaten
Katowice, im 16. Jahrhundert gegründet, waren bis vor knapp 200 Jahren noch ein Dorf. Die Steinkohle wurde zwar schon ab Mitte des 18. Jahrhunderts in größerem Stil befördert, der Aufstieg von Katowice begann aber erst Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Stadtrechte wurden 1865 vergeben (Mitte September 2025 feierte die Stadt ihr 160-jähriges Bestehen). Oberschlesien war lange Zeit der arme Cousin des wohlhabenderen Unterschlesiens (die heute eine separate Woiwodschaft mit der Hauptstadt Breslau bildet).
Heute zählt die Hauptstadt der Woiwodschaft Schlesien knapp 300.000 Bewohnerinnen und Bewohner. Damit sind Katowice Polens elftgrößte Stadt. In der gesamten GZM-Metropole (Górnośląsko-Zagłębiowska Metropolia – Metropole Oberschlesien-Kohlenbecken) wohnen über 2 Mio. Menschen. Es handelt sich um einen Verbund von 41 Städten und Gemeinden.
Fun fact#1: Begegnen euch Autos mit den polnischen Kennzeichnen „SK“ oder „IK“, so kommen sie aus der Stadt Katowice.
Fun fact #2: 1953, nach dem Tod Stalins, wurden Katowice zu „Stalinogród“ umbenannt (wie auch die damalige Woiwodschaft), was erst 1956 rückgängig gemacht wurde.
Fun fact #3: Katowice (die ich bisher hauptsächlich mit Industrie in Verbindung bringe) wird auch die „Stadt der Gärten“ genannt, denn es handelt sich un eine sehr grüne Stadt, was wir bestätigen können.
Quizfrage: Am welchen Fluss liegen Katowice? (Ich hatte keine Ahnung…)
Katowice Day-By-Day
Wir sind am Donnerstag, den 14.08.2025, um halb acht in der Früh am Wiener Hauptbahnhof und holen beim Sixt unser Mietauto ab. Erst zu diesem Zeitpunkt können wir die e-Vignette für die tschechischen Autobahnen kaufen (wir brauchen ja das Kennzeichnen). Plant dafür genug Zeit ein, denn es kann Stunden dauern, bis die tschechische e-Vignette aktiv wird! Fast die gesamte Strecke Wien-Katowice fahren wir auf Autobahnen. Das polnische Stück ist (Stand August 2025) kostenlos.



In Katowice kommen wir um circa halb eins mittags an. Wir wohnen sehr zentral im Mercure Hotel Centrum, mit einer Parkgarage, die zu diesem Zeitpunkt noch ganz leer ist (denn: wer fährt schon am Wochenende nach Katowice?!). In der Nähe: das Stadtamt von Katowice, der Bahnhof Katowice Główny (hier wird nicht Plural verwendet, denn der Adjektiv „Haupt-“ bezieht sich hier auf den Bahnhof und nicht auf die Stadt; würde er sich auf die Stadt beziehen müsste es Bahnhof Katowice Główne heißen) und das angeschlosse Einkaufszentrum Galeria Katowicka. (Der Hauptbahnhof sieht zum Glück nicht mehr so aus, wie ich ihn aus den 90er und frühen 2000er Jahren in Erinnerung habe…)
Ich konnte es nicht glauben, dass das Hotel ausgebucht war (denn: wer fährt schon am Wochenende nach Katowice?!), wir haben trotzdem ein tolles, großes Zimmer bekommen.

In den letzten Jahren sind wir sehr selten und nur sehr kurz verreist. Daher haben wir uns entschlossen, bei den Hotels nicht zu sparen. Mit der Mercure-Kette haben wir schon in Warschau, in Krakau sowie unsere Familienmitglieder in Wien sehr gute Erfahrungen gemacht. Auch diesmal waren wir sehr zufrieden: Das Personal ist sehr freundlich, das Hotel sehr sauber, unser Zimmer urschön und groß, das Essen (Frühstück und Abendessen im hoteleigenen Restaurant) ausgezeichnet und die Lage – wie bisher immer – optimal.
Und ja, das Hotel – wie viele andere in Katowice – war ausgebucht: Denn an dem einen langen Wochenende fanden in Katowice 1) ein Memorial für die verstorbene polnische Leichtathletin Kamila Skolimowska, das viele Sportler und Sportlerinnen aus der ganzen Welt anzog, sowie 2) Bachaturo, Europas größtes Latin Dance Festival, statt.
Als wir zu Mittag in Katowice ankommen, kann unsere Freundin uns noch nicht abholen, sie schickt uns Restaurant-Tipps:
- Len Arte
- Złoty Osioł (Der goldene Esel)
- AIOLI
Wir gehen eine Kleinigkeit essen und in die Galeria Katowicka einkaufen (wir wurden gebeten, Kinderbekleidung für zwei ukrainische Buben zu kaufen – bei den polnischen Marken Smyk und Reserved werden wir schnell – und günstig – fündig). Mineralwasser kaufen wir in einem der unzähligen Żabka (kleiner Frosch)-Shops, die auch sonntags und an Feiertagen offen haben.
Am Abend werden wir abgeholt und gehen in der Stadt spazieren und zu Abend essen. Auf dem Weg fallen mir die ersten Beboki auf (mehr dazu ganz unten):


Im Baraboo essen wir eine köstliche polnische Suppe, die perfekt für heiße Tage ist – chłodnik litewski, den kalten Borschtsch. Dazu genießen wir die wunderschöne Sicht auf die Marienkirche.


Es wird langsam dunkel und angenehm lauwarm, wir spazieren in Richtung der „Untertasse“ und lassen den Tag im 27. Stock ausklingen (Links in den Fotos für mehr Infos!).



Auf dem Rückweg ins Hotel noch mehr Neone:



Am Freitag, den 15.08.2025, werden wir am Vormittag abgeholt und spazieren – diesmal in der brühenden Hitze – den gleichen Weg wie am Vorabend, vorbei an der „Untertasse“, Richtung Schlesisches Museum (Muzeum Śląskie). (Mehr zu Gwiazdy unter dem Link im Foto – nur auf Polnisch)



Das Schlesiche Museum befindet sich an der Stelle des früheren Bergwerks Katowice, großteils unterirdisch und immer noch teilweise im Bau. Der Originaleingang in den Bergwerk wurde als Eingang in eine der Ausstellungen – die Geschichte des Oberschlesiens – behalten. Die Ausstellung ist dreisprachig (polnisch, deutsch, englisch) und unglaublich interessant. Ein Highlight! Weitere Dauerausstellungen betreffen Schlesische Sakralkunst und polnische moderne (1800-1945) Kunst, die leider nicht in Betrieb ist. Wir (die gerne in Museen unterwegs sind) sind uns einig: Wir kommen wieder!


Nach der angenehmen Kühle müssen wir wieder raus in die Hitze. Wir spazieren zu den Eltern unserer Freundin, die speziell für uns polnische „Leckerlies“ gekocht haben: Rindsuppe, Rindsroulade mit kluski śląskie, kotlet de volaille (der auf der ganzen Welt „Kiewer Kotlett“ heißt, während er in Polen einen französischen Ursprung „vortäuscht“) sowie einen Topfenkuchen. Wir sind von der Freundlichkeit überwältigt! Und weil es so nett (und köstlich) ist, werden wir auch für den Samstag zum Essen eingeladen. Es wird zweierlei pierogi (gefüllte Teigtaschen) geben!
Am Nachmittag verlassen wir Katowice Richtung Chorzów (vorbei an noch einem Beispiel des polnischen Wohnbaus – diesmal der 80er Jahre -, der liebevoll Kukurydze – Maiskolben – genannt wird). Bei der Recherche für den Ausflug ist mir dieser „Fehler“ unterlaufen: Ich habe Katowice einzeln betrachtet und die anderen Städte der GZM-Metropole (wie Chorzów) außer Acht gelassen, obwohl sie relativ nah aneinander liegen. Hätte unsere Freundin nicht darauf bestanden, nach Chorzów zu fahren, um in den Park Śląski (Schlesischer Park) zu gehen…



…und dort mit uns mit der Elka zu fahren, hätte ich mein persönlich größtes Highlight der Reise verpasst – ein Highlight, das mich meine Komfortzone erweitern ließ. Elka – Elektryczna Kolejka Liniowa (und gleichzeitig Verniedlichung des polnischen Vornamens Elisabeth) – ist eine Seilbahn, die über den Park Śląski, über Teile des Schlesischen Zoos, vom Stadion, bis hin zum Vergnügungspark und dann weiter zum Planetarium verläuft (dritter Teil der Strecke – Planetarium >> Stadion – wird gerade gebaut). Ihr musst wissen, dass ich Höhenangst habe. Ich ließ mich aber überzeugen, zog die Schlapfen aus (damit ich sie nicht verliere) und wir entschieden uns für die offene Sitzbank (die Gondeln sind nicht klimatisiert). WOW!


Lasst euch von dem Foto rechts nicht täuschen: Am Anfang war ich völlig aus dem Häuschen, wegen meiner Höhenangst. Erst nach wenigen Augenblicken (und nachdem das Foto bereits geschossen wurde) habe ich mich aber (entgegen meinen Befürchtungen) doch beruhigt und die beiden Etappen Stadion >> Vergnügungspark und Vergnügungspark >> Planetarium richtig genossen. Es war nicht mehr heiß, Sonne im Rücken, grün und ruhig. Als wir beim Planetarium ankamen, war mir klar: DAS mache ich sicherlich wieder! Es war TOLL! Und: Eine der uns entgegenkommenden Gondeln trug den Namen „Karolinka“ (polnische Verniedlichung des Vornamens Karolina) – ein Zeichen ;-)!
Danke an ChatGPT, der meiner Freundin den Tipp gegeben hat, dass es besser ist, mit Elka am Nachmittag zu „fliegen“ als untertags.


Am Samstag, den 16.08.2025, ist es immer noch sehr heiß und wir fahren gemeinsam mit unserer Freundin nach Nikiszowiec, einen etwas abseits gelegenen Stadtteil von Katowice (nicht mit Giszowiec verwechseln). Diese Wohnsiedlung (wie auch Giszowiec) wurde für die Bergleute der Gieschegrube Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut, da die Eigentümer der Grube der Meinung waren, dass Arbeiter, die sich keine Sorgen um die Wohnsituation ihrer Familien machen müssen, effizienter arbeiten.



Wir spazieren in Nikiszowiec, besichtigen die Kirche der heiligen Anna (kurz darauf wird dort eine Hochzeit gefeiert, wir sehen die Braut, was dem polnischen Aberglauben nach Glück bringen soll ;-)) …

(links unten neben mir noch ein Bebok)


und besuchen eine Dependance des Museums der Geschichte der Stadt Katowice, die sich vollständig dem Stadtteil Nikiszowiec widmet (und im ehemaligen Wäschegebäude untergebracht ist). Eine Sonderausstellung widmet sich den Katowittzer Beboki.

Bevor es wieder zurück ins Zentrum geht, noch ein Muss: Der Besuch des Cafés Byfyj. Eigentlich habe ich Gusto auf einen polish-style Krapfen mit hauchdünnem Zuckerguss mit kandierten Orangenschalen und mit Rosenmarmelade gefüllt. Als ich aber höre, dass es frische, warme jagodzianki gibt, ändere ich meine Meinung sofort. Bei jagodzianki handelt es sich um „Kuchenbrötchen“ aus Germteig mit Streusel, gefüllt mit frischen Waldheidelbeeren (jagody). Sommer ist der perfekte Zeitpunkt, um eine noch warme (!) jagodzianka zu genießen. Krapfen mit Rosenmarmelade kann ich auch im Winter essen ;-).

Am frühen Nachmittag sind wir bei den Eltern unserer Freundin zum Essen. Es gibt wieder polnische Spezialitäten: Eine Tomatensuppe sowie zweierlei pierogi (gefüllte Teigtaschen) – „ruskie“ mit Kartoffel- und Topfenfüllung sowie welche mit Buchweizen gefüllt (die zweiten habe ich das erste Mal in meinem Leben gegessen). Zum Trinken gab es einen (selbstverständlich selbstgemachten) Apfelkompott. Mhmmm, urlecker!
Wieder vorm Hotel angekommen fotografiere ich noch eine Beboczka (eine weibliche Bebok).



Am Sonntag, den 17. August 2025, heißt es, Katowice zu verlassen. Wir frühstücken, packen und fahren los. Auch diesmal dauert die Fahrt circa vier – viereinhalb Stunden. Wir geben das Auto am Hauptbahnhof zurück. Und kehren in den Alltag zurück. (Scrollt bitte weiter nach unten! Der Beitrag ist noch nicht aus!)

Beboki
Bei den Beboki handelt es sich um Wesen des schlesischen Volksglaubens, die verwendet wurden, um Kindern Angst einzujagen. Der Kattowitzer Artist Grzegorz Chudy, der ihre heutige Form entworfen hat, meint, dass diese Vorgehensweise den Beboki passte, denn solange die Menschen Angst vor ihnen hatten, ließen sie sie in Frieden. Heute hat keiner mehr Angst vor ihnen und sie zeigen sich langsam in der Stadt. Die Bronze-Figuren der einzelnen Beboki werden auf Bestellung von Unternehmen, lokalen Gemeinschaften oder Institutionen hergestellt, auch um z.B. wichtige Initiativen (wie Gesundheitsförderung) zu unterstützen. Per Ende Mai 2025 gab es in Katowice bereits 100 Beboki. Am 29. September wird ihr Tag gefeiert.

Unsere Highlights:
- die herzliche (und köstliche) Aufnahme durch die Familie unserer Freundin
- die Fahrt mit Elka
- das Schlesische Museum
- die abwechslungsreiche Skyline von Katowice
Unser Fazit:
Es war urheiß, sobald man draußen war. Oder urkalt, sobald man klimatisierte Räume betrat. Es hat uns aber nicht davon abgehalten, die Zeit zu genießen. Der Vorteil von Katowice ist, dass es keine große Stadt ist, daher stellte die Auswahl der Sehenswürdigkeiten für ein langes Wochenende keine Herausforderung dar. Dabei haben wir längst nicht alles gesehen und nicht überall mitgemacht. Daher: Wir kommen wieder!
Fürs nächste Mal…
Es wurden eigene „Spazierrouten“ entwickelt, mit denen man die Stadt (teilweise zu Fuß) besser kennenlernen kann. Man kann z.B. den Lichtreklamen (Szlak Neonów) folgen, den Waldgemälden (Szlak Murali), der Moderne (Architektur der Zwischenkriegszeit), den Technischen Denkmälern und den Beboki. Meine zwei Favoriten fürs nächste Mal: die Beboki und die Lichtreklamen.
Ich möchte mehr über die Architektur von Katowice erfahren.
Obwohl es so heiß war, ist sich kein Besuch bei einem lokalen Eisgeschäft ausgegangen. Unsere Freundin empfahl zwei:
- Lodowato (Eiskalt)
- Kopalnia Lodów (Eisgrube)
Wir würden gerne ein Konzert des NOSPR (Narodowa Orkiestra Symfoniczna Polskiego Radia – das Nationale Symphonieorchester des Polnischen Radios) besuchen – im Sommer macht es aber leider eine Sommerpause.
Nikiszowiec kennen wir jetzt – wir möchten noch das etwas ältere Giszowiec besuchen.
Wie wäre es mit Ausflügen in die nähere oder weitere Umgebung von Katowice? Bielsko-Biała? Częstochowa?
Und weil man mag, was man kennt: Nochmals Park Śląski besuchen (nicht nur wegen Elka – das Planetarium und der Zoo sind sicherlich auch eines Besuchs wert). Und nochmals ins Muzeum Śląskie gehen.
Praktische Informationen zu Katowice (Stand August 2025):
Wie komme ich nach Katowice?
Mit einem direkten Zug aus Wien oder, wie wir, mit dem Auto (Achtung wegen der tschechischen Vignette – siehe ganz oben)
Wie zahle ich in Katowice?
Polen ist kein Mitglied der EURO-Zone. Man zahlt mit der Währung „złoty“ (was wortwörtliche „der Goldene“ bedeutet), die mit PLN oder zł abgekürzt wird. Mit Bargeld kann man fast überall zahlen, auch Kartenzahlung ist weit verbreitet (Achtung wegen Fremdwährungsspesen!). Möchte man Bargeld Vorort wechseln, eignen sich dafür neben Bankfilialen vor allem die Wechselstuben (Kantor). Bei höheren Beträgen kann man den Kurs verhandeln. Man kann den polnischen złoty aber auch bei der Hausbank vorab bestellen. Praktisch sind die zwei-złoty-Münzen, da man sie z.B. in Museen für die Garderobenkästchen brauchen kann.
Wie sind die Öffnungszeiten der Geschäfte?
Sonntags haben die Geschäfte zu – Ausnahme sind Einkaufssonntage und die modern convenience-Kette Żabka, die man am grünen Logo schnell erkennt. Zumindest in größeren Städten scheinen sie an wortwörtlich jeder Straßenecke zu sein und haben sieben Tage die Woche offen. Es handelt sich um Geschäfte mit einer eher kleinen Verkaufsfläche. Die Auswahl an Lebensmitteln ist daher eingeschränkt. Oft kann man auch eine warme (Fast Food) Kleinigkeit zu essen kaufen.
Wann haben die Museen offen?
Viele der polnischen Museen haben montags zu. Oft ist der Eintritt an einem bestimmten Wochentag kostenlos.
Mitbringsel
Ich finde, dass optimale Mitbringsel zu keinen Staubfänger werden. Daher bevorzuge ich Essbares und Kosmetika. Und davon kann man aus Polen urviel mitnehmen (und genießen!). Meine Favoriten:
- Tee von Herbapol

- typische polnische Süßigkeiten: Sękacz (etwa wie Baumkuchen), Ptasie Mleczko und Torcik Wedlowski von Wedel, Prince Polo von Olza, Michaszki von Mieszko, Kasztanki von Wawel sowie Schokolade von Wedel oder Wawel
(wie man Prince Polo „korrekt“ ausspricht, das ist ein Thema für eine Diskussion ;-); bei mir zu Hause wird der Name so ausgesprochen, wie er geschrieben wird, also circa „printze polo“ ;-))



- polnische Kosmetik z.B. von Ziaja („weiße Kosmetik“) oder Inglot (Schminke)

Produkte von Ziaja (kein Foto zur Hand) habe ich vereinzelt in österreichischen Drogerien gesehen
- Das beste Mitbringsel für mich: Bücher! Ich bin diesmal aber stark geblieben und – obwohl wir an mindestens zwei Buchhandlungen nicht nur vorbei-, sondern auch reingegangen sind – habe keine Bücher aus Katowice mitgenommen. *Seufzer*
Solltet ihr die (ober-)schlesische Hauptstadt besuchen, wünsche ich euch eine wunderbare Zeit! Schreibt mir bitte, wie es euch gefallen hat und was ihr Schönes entdeckt habt. Da bin ich schon neugierig :-).